Bundesweite Antifa-Demo in Eisenach

wartburginswanken Die Wartburgstadt ins Wanken bringen!
Antifa in die Offensive!
Rechte Hegemonie durchbrechen!

Aufruf zur bundesweiten antifaschistischen Demonstration in Eisenach am 16.03.2019

#eisenach1603

Rechte Mobilisierung und rassistische Vorfälle, wie sie zuletzt in Chemnitz zu beobachten waren, ziehen immer wieder die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich. In der Berichterstattung erscheinen diese als besondere Einzelfälle, die alltägliche bundesdeutsche Realität gerät oftmals aus dem Blick: Über rassistisch motivierte Angriffe sowie Überfälle auf politisch Andersdenkende legt sich der bürgerliche Konsens des Schweigens und Verharmlosens. Dies ist Alltag in vielen Orten. Irgendwo in Deutschland ist es immer unerträglich. Auch in Thüringen.
Thüringen kann nicht nur einige rechte Hotspots wie Kahla, Ballstädt und Hildburghausen aufweisen. Thüringens kommerziell erfolgreiche Rechtsrockindustrie versammelt regelmäßig mehrere tausend Besucher*innen in Orten wie Themar. In Thüringen entstand mit THÜGIDA der erfolgreichste PEGIDA-Ableger in Deutschland. Der thüringische AfD-Landesverband zeigt sich als besonders völkisch-nationalistisch…
Die Ignoranz gegenüber rechter Gewalt, wie sie sich auch in Thüringen zeigt, folgt einer langen Tradition. Die Verwobenheit von Neonazi-Strukturen mit (klein-)städtischen Gemeinwesen hat verheerende Folgen: Bewohner*innen decken rassistische Übergriffe oder befürworten sie sogar und die lokale Politik diskreditiert Widerstand gegen diese Zustände als ‚Nestbeschmutzung‘. Auch in Eisenach.
Deshalb werfen wir an diesem Ort beispielhaft ein Schlaglicht auf die Realitäten der deutschen ‚Volksgemeinschaft‘. Wir wollen aufmerksam machen auf die zahlreichen neonazistischen Gewalttaten der letzten Jahre. Und wir wollen auf eine Stadt zeigen, in der solche Übergriffe heruntergespielt und stattdessen Neonazis hofiert werden. Unser Ziel ist es, die rechte Hegemonie in Eisenach anzugreifen, die engagierten Antifaschist*innen vor Ort zu unterstützen und aufzuzeigen, was an vielen Orten in Deutschland Realität ist.
Das Bündnis Irgendwo in Deutschland ruft alle Antifaschist*innen dazu auf, am Samstag den 16.03.2019 nach Eisenach zu kommen!
Gegen die deutschen Zustände, in Eisenach und überall! Gegen die autoritäre Formierung!

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Fortsetzung #faktischabgeschafft

Screening: „Duvarlar-Mauern-Walls“

„Duvarlar-Mauern-Walls“ ist ein dreisprachiger Dokumentarfilm (türkisch, deutsch und englisch) des Filmemachers Can Candan.
Can Candan kommt 1991 kurz nach der deutschen Vereinigung aus den USA nach Berlin und spricht mit Angehörigen der größten dort lebenden Minderheit: Wie blicken Menschen, die selbst oder deren Eltern aus der Türkei migriert sind, auf den Mauerfall und dessen Folgen? Wie nehmen sie anwachsenden Nationalismus, rassistische Gewalt und die Asyldebatte wahr?

Can Candan, US 2000, 84 Min.

Mi., 13.02.2019, 20:00 /// Stadtteilzentrum Desi, Brückenstraße 23, Nürnberg

Vortrag & Diskussion mit Alexander Thal: „Von Balkan-Sonderlager zum ANKER-Zentrum: Bayerns Experimente mit Flüchtlingsgroßlagern“

Die Bayerische Staatsregierung hat erklärt, die politisch rechte Flanke zur AfD schließen zu wollen, und setzt dazu gnadenlos auf verschiedene Abschreckungsstrategien gegen Flüchtlinge. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Experimente mit Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen, Transit- und ANKER-Zentren seit 2015 und die damit verursachten Folgen.

Alexander Thal ist Mitarbeiter des Bayerischen Flüchtlingsrates, einem Verein welcher sich seit 1986 für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen in Bayern und darüber hinaus stark macht.

Mi., 20.02.2019, 20:00 /// Stadtteilzentrum Desi, Brückenstraße 23, Nürnberg

Lecture & Discussion with David Jassey: „Donauwörth and organising against police violence in asylum camps”

Massive police raids in Southern German camps have recently followed a certain pattern. By focusing on the raid in the Donauwörth refugee isolation camp in Bavaria on March 14, 2018 we will analyse this state strategy and wish to discuss the possibilities of organising against it. We give inputs on refugee self-organisation, state violence in Southern German camps and the legal process against the Donauwörth refugees. The focus is on how to build practical solidarity with the victimised people and a wider networking around the issue.

David Jassey was member of the Gambian Integration Committee.

+++ This event will be held in English +++

Thu., 7 March 2019, 20:00 /// Stadtteilzentrum Desi, Brückenstraße 23, Nuremberg

#faktischabgeschafft ist eine bundesweite Veranstaltungsreihe der Kampagne #irgendwoindeutschland zu 25 Jahren Ayslrechtsverschärfung.

Weitere Informationen zu der Kampagne unter: irgendwoindeutschland.org/asylrechtsverschaerfung/

Gedenken an Enver Şimşek

09.09.2018 | 15:30 | Parkbucht in der Liegnitzer Straße

14:45 | Nelson-Mandela-Platz | Treffpunkt für die gemeinsame Anreise mit dem Fahrrad

Alternativ fährt um 14:53 der Stadtbus 59 von Langwasser Süd zur Oelser Str., von dort sind es nur wenige Meter in Fahrtrichtung die Straße zurück zum Tatort

Hiç unutmadık! Niemand wird vergessen!

Enver Şimşek wurde am 9. September 2000 an seinem mobilen Blumenstand in der Liegnitzer Straße regelrecht hingerichtet. Schwerstverletzt verstarb er zwei Tage später im Krankenhaus, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben. Der Inhaber eines Blumengroßhandels war das erste Mordopfer des Terrornetzwerks „Nationalsozialistischer Untergrund“. Nach Enver Şimşek fielen Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık und Halit Yozgat dem Rassismus des NSU zum Opfer sowie die Polizistin Michèle Kiesewetter. Die rassistischen Bombenanschläge in der Gaststätte Sonnenschein in Nürnberg sowie in der Probsteigasse und auf die Keupstraße in Köln überlebten mindestens 25 weitere Menschen nur aufgrund großer Zufälle und mit zum Teil schweren Verletzungen.

Die gesellschaftliche Verantwortung für den NSU ergibt sich zum einen aus dem rassistischen Klima der 1990er-Jahre, das den Nährboden für das Entstehen militanter Neonazi-Netzwerke bildete. Zum anderen aus der rassistischen Ignoranz der deutschen Mehrheitsgesellschaft, die den eliminatorischen Rassismus des NSU begleitete. Während das Umfeld der Ermordeten früh ein rassistisches Motiv vermutete – Adile Şimşek, die Frau des Ermordeten, riet den ermittelnden Polizeibeamten dreimal „Ermittelt gegen Nazis“ –, raunten Ermittlungsbehörden, Politik, Medien und Öffentlichkeit unisono von der „Türken-Mafia“ und den „Döner-Morden“. In Täter-Opfer-Umkehr wurden die Hinterbliebenen polizeilich drangsaliert. Beispielsweise wurden Enver Şimşeks trauernder Witwe Fotos einer blonden Frau vorgelegt, mit der ihr Mann angeblich ebenfalls zwei Kinder gehabt hätte, die vierzehn Jahre alte Tochter wurde zuerst verhört, bevor sie zu ihrem sterbenden Vater gelassen wurde, die Telefone der Familie überwacht, das Auto verwanzt.

Die staatliche Verstrickung gipfelt im Agieren der deutschen Inlandsgeheimdienste: Das direkte Umfeld des NSU war mit Informanten durchsetzt, ein Verfassungsschutzmitarbeiter war beim Mord an Halit Yozgat in Kassel anwesend und nach der Selbstenttarnung im November 2011 wurden gezielt Akten vernichtet, ohne dass dies nennenswerte Konsequenzen gehabt hätte. Das dadurch schon diskreditierte Aufklärungsversprechen des deutschen Staates ist mit dem skandalösen Urteil im NSU-Prozess in München endgültig gebrochen.

Solange die Aufklärung und Auflösung des NSU-Komplexes aussteht sowie die gesellschaftlichen Bedingungen für rassistischen Terror fortbestehen, bleiben die Orte, an denen der NSU mordete und bombte, offene Wunden.
Wir rufen deshalb dazu auf, Enver Şimşek auch am 9. September 2018 wieder an der Parkbucht in der Liegnitzer Straße zu gedenken, wo ihm das Leben genommen wurde.

Build Bridges not Walls!

Build Bridges not Walls! – Unter diesem Motto beginnt am 25. August eine europaweite Protestwoche. Zum Auftakt gibt es eine Seebrücken-Demo in München.

Die massive Zunahme der Ertrunkenen im Mittelmeer ist unmittelbares Resultat einer rassistischen und migrationsfeindlichen Politik, wie sie in ganz Europa von Politiker_innen wie Orbán, Kurz, Salvini oder – in Deutschland – Seehofer und der CSU vorangetrieben wird. Doch nicht nur an den Grenzen, auch innerhalb Europas verschärfen sich das politische Klima und die Lebensbedingungen für Millionen Menschen, z.B. durch permanente Verschärfungen in der Asyl- und Sicherheitspolitik. In Bayern zeigt sich dies an der Schaffung einer eigenen Grenzpolizei wie einer eigenen Abschiebebehörde oder aber auch an der Einführung des extrem repressiven neuen Polizeiaufgabengesetz. Diese menschenverachtende Politik inszeniert sich als Stimme der Vernunft und als Vollstreckerin des „Volkswillens“. Doch die breiten Proteste gegen den Rechtsruck in den letzten Wochen haben gezeigt, dass Zehntausende für eine solidarische Gesellschaft auf die Straße gehen.

Beteiligt euch an den Protesten für eine Seebrücke und gegen die mörderische Grenzpolitik und zeigt Solidarität mit geflüchteten Menschen. Arbeiten wir gemeinsam daran, daraus eine breite Bewegung zu formen und eine grundlegend andere Politik durchzusetzen.
Seebrücke statt Festung Europa!

Kommt am Samstag um 14 Uhr zum Europaplatz zwischen Friedensengel und Prinzregentenplatz.

Aktionsrückblick Seebrücke – Schafft sichere Häfen!

Um gegen die aktuelle Politik der europäischen Union zu protestieren, die Seenotrettung im Mittelmeer aktuell verunmöglicht, fanden während des Nürnberger Bardentreffens und des Brückenfestivals Aktionen im Rahmen der Bewegung SEEBRÜCKE statt. Während des Bardentreffens wurden Puppen mit Warnwesten auf der Pegnitz durch die Nürnberger Altstadt treiben gelassen und an der Heubrücke ein Transparent mit der Aufschrift „Seebrücke statt Seehofer“ angebracht. Außerdem wurden Flugblätter verteilt. Am Brückenfestival wurde gegenüber der Bühne ein 12 Meter langes Transparent mit der Aufschrift :“Seenotrettung ist kein Verbrechen“ angebracht und während des laufenden Festivalbetriebes Seebrücken-Konfetti von der Brücke geworfen.

Seenotrettung ist kein Verbrechen! from Schweigen durchbrechen on Vimeo.

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