Archiv für August 2016

Aktionstage zum 16. Todestag von Enver Şimşek

Vor 16 Jahren wurde Enver Şimşek das erste Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds. Die rassistischen Täter feuerten ihre tödlichen Schüsse am 9. September 2000 ab, als er seinen mobilen Blumenstand in der Liegnitzer Straße betreute. Zwei Tage später erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Eine Gedenktafel, die seit Juni 2014 an die Ermordung Şimşeks erinnerte, wurde Ende Dezember letzten Jahres entwendet. Auch die Gedenktafeln, die den beiden anderen Opfern des NSU in Nürnberg, Abdurrahim Özüdoğru und İsmail Yaşar, gewidmet sind, wurden beschädigt: Während auf der einen Tafel mit der Entfernung der Worte „von Nazis ermordet“ gegen die Wahrheit angekratzt wurde, überstrichen die Täter_innen auf der anderen die Forderung „Kein Vergeben“.

Kommt am 9. September um 13 Uhr an den Tatort in der Liegnitzer Straße und zeigt, dass Nichts vergeben und Niemand vergessen wird, wenn Nazis morden.

Fahrplan für die Aktionstage:

8.9.2016: Vortrag: "Wer vom Rassismus nicht reden will, sollte auch vom NSU schweigen!" - 20 Uhr, Zentralcafe im K4

9. 9. 2016: Kundgebung zum Gedenken an Enver Şimşek - 13 Uhr, Lignitzer Straße
(Treffpunkt für gemeinsame Anreise mit dem Fahrrad: 12 Uhr Nelson-Mandela-Platz)

10. 9. 2016: Film: "The truth lies in Rostock" 19 Uhr, Antifa Café im Projekt 31

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Nazidemo in Nürnberg verhindern!

Am Samstag (27.08.16) wollen die Neonazis von der Partei „die Rechte“ in Nürnberg demonstrieren. In der Stadt der Reichsparteitage, der Stadt der NS-Rassengesetze und der Stadt der NSU-Morde ist jeder Schritt den die Nazis zurücklegen können ein Schritt zu viel!

Wir rufen zu Protesten gegen die Nazidemo auf:
Beteiligt euch am Samstag den 27.08.2016 an den Gegenprotesten!
Kein Fußbreit den Faschisten!
Treffpunkt: 11.30 Uhr, Rathenauplatz!

>>> Geplante Route der Nazis < <<

Weitere Informationen zu der Partei „die Rechte“:
>>> Rassistische Anschläge in Bamberg geplant
>>> Die Partei die Rechte am 1.Mai in Erfurt

„Frankreich im Ausnahmezustand“

Frankreich um Ausnahmezustand.
État d´urgence, Loi Travail, Nuit Debout

Vortrag im Rahmen des „Antifa-Café“
13.08.2016 – Essen 19 Uhr / Vortrag 20 Uhr
Projekt 31 / Nürnberg / An den Rampen 31

Nicht erst seit dem bis heute geltenden Ausnahmezustand (État d´urgence), der mit den islamistischen Terroranschlägen vom 13. November verhängt wurde, sondern bereits seit Jahren wirkte die französische Nichtregierungslinke wie gelähmt. Umso mehr überraschte die vielfältige Protestbewegung, die seit Anfang März ihren Ausdruck in Demonstrationen, Streiks, Blockaden und Besetzungen findet. Im Auge des Proteststurms befindet sich ein regressives Arbeitsgesetz (Loi Travail). Zu dessen Durchsetzung ist der regierenden Sozialistischen Partei jedes Mittel recht, was sich auch an der massiven Repression gegen die Protestbewegung zeigt. (mehr…)