Antifa Kongress Bayern: 07.-09.10 in Nürnberg


Vom 07. bis zum 09. Oktober 2016 findet der bayernweite Antifa-Kongress in Nürnberg statt. Auf dem dreitägigen Kongress sollen verschiedenste Themen und theoretische Grundlagen linker Politik diskutiert werden. Ein Schwerpunkt liegt im Hinblick auf die aktuellen gesellschaftlichen Zustände besonders auf dem Thema rassistische Mobilisierungen und linke Gegenstrategien.

Auftakt ist Freitag ab 20 Uhr im Projekt 31. Dort gibt der Soziologe Andreas Kemper einen Überblick über aktuelle rechte und antifeministische Bewegungen und nimmt dabei besonders die Partei „Alternative für Deutschland“ unter die Lupe.

Samstag und Sonntag geht es dann in den Räumen des K4 / Künstlerhaus weiter. Dort wartet in verschiedenen Panels ein breites Angebot an Vorträgen und Workshops. Von einer Einführung in feministische Theorien über einen Vortrag zur Kritik an Islamismus und Rechtspopulismus bis hin zu einem Rechtshilfeworkshop ist alles dabei. Die Vermittlung von Basics steht hier gleichberechtigt neben tiefergehenden Analysen. Deshalb spielt es auch keine Rolle, ob du jugendliche Nazigegnerin oder Polit-Urgestein bist.
Samstagabend wartet dann nach einer Podiumsdiskussion noch die „Antifa meets Trouble in Paradise“-Party mit den DJanes double u cc, mifti haram, Juli & Looshyaw (Eintritt Party: 3-5€).

An allen drei Tagen gibt es ein Rahmenprogramm mit Bücher-, Infotischen, Antifa -Clothing und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Der Kongress wird von verschiedenen antifaschistischen Gruppen aus Bayern in Kooperation mit dem Musikverein im K4 organisiert. Der Kongress wird gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Hans-Böckler-Stiftung.

Zeitplan:

Freitag (Projekt 31):
ab 18 Uhr: Anmeldung und offener Barbetrieb
20 Uhr: Eröffnungsvortrag „Die AFD uns die neue Rechte“ mit Andreas Kemper
ab 22 Uhr Bardjing (Pop, Punk, NewWave)

Samstag (Künstlerhaus / K4):
12.00 Uhr – 14.00 Uhr:
„Kritik des regressiven Antikapitalismus“ mit Ernst Lohoff (Zentralcafe)
„Workshop Awarnessarbeit“ mit Anna K. (Vorsaal)
„Workshop Pressearbeit“ mit Felix Sowa (Glasbau)

14.30 Uhr – 16.30 Uhr:
„Geschichte feministischer Bewegung im Fokus von Sexualität und Körper“ mit Imke Schminke (Zentralcafe)
„Solidarity4all“ (Vorsaal)
„Dekonstruktion und Materialismus“ (Glasbau)

17.00 Uhr – 19.00 Uhr:
„Antifa in Zeiten von AfD und Jihadismus“ mit Lothar Galow-Bergemann (Zentralcafe)
„Einführung in Rassismus und Kulturalismus“ mit Florian Eisheuer (Vorsaal)
„tba Feminismus“ (Glasbau)

20.00 Uhr – 22.00 Uhr:
Podiumsdiskussion „Rechte Mobilisierungen und linke Gegenstrategien“ mit Thomas Ebermann, Vertreter*in der Antifa-Klein-Paris, Jan Novak und Vertreter*in der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“/TOP B3rlin

ab 23 Uhr:
Kongressparty „Antifa meets Trouble in Paradise“

Sonntag (Künstlerhaus / K4)
12.00 Uhr – 14.00 Uhr:
„#safetyfirst elektronische Medien im politischen Kontext“ (Zentralcafe)
„Recherchieren und schreiben“ mit Robert Andreasch (Vorsaal)
„Workshop Rechtshilfe“ mit der Rechtshilfegruppe Passau (Glasbau)

Alle relevanten Infos sowie das komplette Programm finder ihr >>>hier< <<

Weitere Informationen zur Podiumsdiskussion:
Was tun, wenn’s brennt? Rechte Mobilisierungen und linke Gegenstrategien
Thomas Ebermann, Jan Nowak, TOP B3rlin, Antifa Klein-Paris
Während nach dem Sommer der Migration nahezu alle etablierten politischen Akteure bereitwillig mithalfen, das politische Uhrwerk wieder auf Abschottung und Abschiebung einzustellen, tobt der Mob weiter. Den Kontakt zur völkisch-nationalistischen Realpolitik haben diejenigen bereits verloren, die sich in „Nein zum Heim“-Initiativen zusammenrotten, Angriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte verüben, sächsische Innenstädte an Montagabenden zu No-Go-Areas verwandeln und an antifeministischen Großdemos teilnehmen. Die Alternative für Deutschland ist als aktiver Teil dieses Schreckensszenarios sowohl Motor als auch parteigewordener Ausdruck des gesellschaftlichen Rechtsrucks. Die Podiumsdiskussion will unter Rückgriff auf publizistisches und journalistisches Wissen sowie aus der Perspektive linksradikaler Theorie und Praxis den Blick auf die vorherrschenden gesellschaftlichen Zustände schärfen und über Möglichkeiten linker Intervention diskutieren.

Teilnahmebetrag:
Das Kombiticket für 3 Tage inklusive freiem Eintritt zur Party gibt es für 10-15 €. Wenn ihr nur am Samstag teilnehmen wollt, macht das 5-10 € (inkl Party), am Freitag oder Sonntag freuen wir uns über eine kleine Spende.
Der Unkostenbeitrag ist am Infopoint des Kongresses zu entrichten. Eine Teilnahme am Kongress soll aber nicht an finanziellen Hürden Scheitern.

Schlafplätze:
Falls ihr und eure Freund_innen einen Platz zum Übernachten sucht, schreibt uns doch bitte eine Mail mit der Anzahl der Personen an afa-kongress@riseup.net. Sendet uns keine Klarnamen. Es reicht die Anzahl der Personen. Kommt am Kongress bitte zum Infopoint, ihr erhaltet dort weitere Infos. Bei Bedarf gibt es auch FLIT* Schlafplätze.


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