Aktionsrückblick Seebrücke – Schafft sichere Häfen!

Um gegen die aktuelle Politik der europäischen Union zu protestieren, die Seenotrettung im Mittelmeer aktuell verunmöglicht, fanden während des Nürnberger Bardentreffens und des Brückenfestivals Aktionen im Rahmen der Bewegung SEEBRÜCKE statt. Während des Bardentreffens wurden Puppen mit Warnwesten auf der Pegnitz durch die Nürnberger Altstadt treiben gelassen und an der Heubrücke ein Transparent mit der Aufschrift „Seebrücke statt Seehofer“ angebracht. Außerdem wurden Flugblätter verteilt. Am Brückenfestival wurde gegenüber der Bühne ein 12 Meter langes Transparent mit der Aufschrift :“Seenotrettung ist kein Verbrechen“ angebracht und während des laufenden Festivalbetriebes Seebrücken-Konfetti von der Brücke geworfen.

Seenotrettung ist kein Verbrechen! from Schweigen durchbrechen on Vimeo.

Es entbehrt jeglicher Humanität, dass aktuell die Seenotrettung engagierter NGOs im Mittelmeer verunmöglicht wird. Kapitän Claus-Peter Reisch des Rettungsschiffes Lifeline droht derzeit eine Haftstrafe von einem Jahr, nachdem er mit seiner Crew auf ihrer letzten Mission etwa 450 Menschen gerettet hat. Mit dem fadenscheinigen Argument, die Registrierung des Schiffes sei unzulässig gewesen, wird ihm der Prozess gemacht. Dabei ist er nur ein Bauernopfer des Rechtsrucks in der Politik in ganz Europa, die Migration nach Europa – abgesehen von wirtschaftlich verwertbaren Personen – verunmöglichen will und billigend den Tod von hunderten Menschen jeden Monat in Kauf nimmt. In vorderster Front steht für uns hierbei der deutsche Innenminister Horst Seehofer, der fleißig an der weiteren Abschottung der EU arbeitet und damit die politische Verantwortung für die Toten im Mittelmeer mitträgt. Hinzu kommt die Verantwortung für die Schaffung der zukünftigen Ankerzentren. Wir hätten aber beispielsweise auch „Seebrücke statt Söder“ auf unser Transparent schreiben können. Der bayerische Ministerpräsident hatte erst letzten Freitag das „Landesamt für Asyl und Rückführung“ eingeweiht – ein Landesamt, dass faktisch nur für den Ausbau von Abschottung und die Erhöhung von Abschiebungen zuständig ist. Wir fordern, einzustehen für ein solidarisches Zusammenleben und das Recht auf globale Migration. Wir fordern die Schaffung sicherer Fluchtwege, damit Geflüchtete nicht mehr auf Gedeih und Verderb SchlepperInnen ausgeliefert sind. Wir werden weiter gegen rassistische Stimmungsmache und nationalistische Mobilisierung vorgehen. Wir wollen die Akteure der Abschottung angehen, seien sie institutionell oder politische Parteien wie die CSU oder die AfD. Uns geht es um nichts weniger als eine Welt ohne Grenzen, in der wir ohne Angst verschieden sein können.
Seebrücke – Schafft sichere Häfen


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